SEKRÈ MYSTERY BAG EDITION »LE BEAU CLEMENT«

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SEKRÈ MYSTERY BAG EDITION »LE BEAU CLEMENT«

Every woman needs a secret – Luxushandtasche

1.848,00  inkl. MwSt.

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Beschreibung

Daten zur SEKRÈ MYSTERY BAG:

Format ca. 36 cm (B) x 25 cm (H) x 12 cm (T)
– passend für einen Laptop
Reißverschlussöffnung oben
3 Hauptfächer, davon 1 großes Innenfach mit Reißverschluss; zusätzlich 1 Reißverschluss-Fach für Geldbörse und Ausweise,
1 offenes Einsteckfach für Handy
2 Henkel mit je 11 cm Greifhöhe
Gewicht: ca. 1.138 Gramm

Handtasche mit Original-Brief von Clemens Fürst von Metternich
Die Handtaschen-Edition „Le beau Clement“ mit einem handgeschriebenen Brief aus der Feder von Clemens Fürst von Metternich kommt in einer limitierten Auflage der SEKRÈ mystery bags in den Handel. Jede Tasche dieser Edition enthält an verborgener Stelle ein Originalteil eines Briefes des bedeutenden europäischen Staatsmannes vom September 1839. Dieses seltene Artefakt wurde unter notarieller Aufsicht zerschnitten, die Einzelteile in Acryl-Panels gesichert und in die Handtaschen eingearbeitet. Jeder Tasche ist ein Hochglanzfoto des vollständigen Schriftstücks beigefügt.

Das Artefakt:Le beau Clement

Metternich hatte einen französischen Marquis mit dessen Familie zu einem Besuch seines Schlosses Johannisberg im Rheingau eingeladen. In seinem Brief vom 22.09.1839 bedauert er, dass dieser nur seine Kinder geschickt hat, und schwärmt von den Vorzügen des Schlosses und des Orts: „…Wir hätten uns sehr gefreut, Sie an einem Ort willkommen zu heißen, dessen Aufenthalt angenehme Ablenkungen bietet, dessen Lage großartig ist und in den der Whiggismus noch nicht eingedrungen ist…“

Clemens Fürst von Metternich-Winneburg (1773 – 1859), Herkunft und Heirat

Clemens Wenzel Lothar von Metternich, 1773 in Koblenz geboren, entstammte dem alten Grafengeschlecht der Metternichs aus dem Rheinland. Die Familie verlor ihren gesamten rheinischen Besitz und floh nach Wien, als Napoleon Bonaparte das Rheinland okkupierte.

1788 besuchte Clemens die Diplomatenschule der Universität Straßburg. Später studierte er an der Universität Mainz, wo er die Leh­re des Gleich­ge­wichts der Mäch­te zur Sicherung des Friedens ken­nenlernte, die sein ei­ge­nes po­li­ti­sches Wir­ken ma­ß­geb­lich be­ein­flus­sen soll­te.
Im Jahr 1795 heiratete der 22-Jährige Eleonore Gräfin Kaunitz, eine Enkelin des früheren Staatskanzlers der Kaiserin Maria Theresia. Mit dieser höchst vorteilhaften Partie fand er den ersehnten Zugang zum österreichischen Hochadel und zum Staatsdienst. Die Beziehung zu Eleonore, von ihrem Gatten „Lorel“ genannt, war durchaus von Liebe geprägt, wie die Korrespondenz zwischen beiden beweist.  Wie sehr er seine Frau wertschätzte, geht aus folgenden Worten hervor: „Meine Frau ist vortrefflich, einsichtsvoll… Sie war nie hübsch; liebenswürdig ist sie nur für jene, die sie gut kennen. Es gibt nichts auf der Welt, was ich nicht für sie tun würde.“
Dennoch war Metternich in seinem Privatleben noch ganz vom aristokratischen Selbstverständnis des 18. Jahrhunderts geprägt. Als Angehöriger der Oberschicht ging man eine standesgemäße ‚menage‘ ein: die Ehe war eine praktische Einrichtung für die Erhaltung und Mehrung des Besitzes und den Fortbestand des Geschlechts. „Wir heiraten, um Kinder zu haben, und nicht, um die Sehnsüchte des Herzens zu stillen“, schrieb Clemens. Zeitlebens hatte er intime Freundinnen (‚amies‘) unter den Damen der Gesellschaft, mit denen er auch einige uneheliche Kinder zeugte.
Aus seiner 30-jährigen Ehe mit Eleonore gingen sieben Kinder hervor. Anders als die meisten aristokratischen Väter seiner Zeit beschäftigte sich Clemens gern mit seinen Kindern. Rückblickend bemerkte er dazu: „Mein eigentlicher Beruf war der, Kinderfrau zu sein.“

Lehrjahre der Diplomatie: Le beau Clement

Als Diplomat in österreichischen Diensten war der junge Graf zunächst Gesandter an den Höfen von Dresden und Berlin.  1806 wurde er auf den wich­ti­gen Bot­schaf­ter­pos­ten nach Pa­ris be­ru­fen, wo er Ös­ter­reichs gro­ßen Ge­gen­spie­ler Na­po­le­on Bo­na­par­te aus der Nä­he stu­die­ren konn­te. In Paris war der gutaussehende junge Adlige bald bekannt als ‚le beau Clement‘, glänzte als Grandseigneur auf dem gesellschaftlichen Parkett und unterhielt mit diversen hochgestellten Damen der Pariser Gesellschaft amouröse Beziehungen, unter anderem mit der Schwester Napoleons, Caroline Murat. Diese Liaisons nutzte er auch, um sich schwer zugängliche Informationen zu beschaffen. Nach außen hin frivoler Lebemann, erledigte er diplomatische Routineaufgaben mit großem Charme und Nonchalance. Napoleon selbst nannte ihn einmal „einen hübschen Windbeutel“.
Hinter den Kulissen entwickelte sich Metternich in seiner Pariser Zeit zu einem ernsthaften Politiker konservativer Prägung und knüpfte enge Beziehungen zu wichtigen politischen Persönlichkeiten. Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit trieben ihn sein Ehrgeiz und seine Begabung zu intensiver, konzentrierter Arbeit an. Zeit seines Lebens bewältigte er ein erstaunliches Arbeitspensum, oft bis zur völligen Erschöpfung, gönnte sich wenig Schlaf und übernahm eine ungeheure Verantwortung.
Von Kaiser Franz I. nach Wien zurückbeordert, übernahm Metternich im Oktober 1809 das Außenministerium und die Leitung der Staatskanzlei. Der Kaiser vertraute ihm völlig, denn er war überzeugt, dass Metternich durch sein politisches Geschick eine mögliche Zerschlagung des österreichischen Reichs durch Napoleon verhindert hatte. Metternich trat aus taktischen Gründen für eine Annäherung an Frankreich ein, denn seiner Meinung nach war Napoleons Herrschaft lediglich ein vorübergehendes Phänomen.Deshalb war er auch einer der Hauptakteure bei der Anbahnung der Verheiratung  der Lieblingstochter von Kaiser Franz, Marie Louise, mit Napoleon. Der französische Kaiser, dessen Ehe mit Josephine de Beauharnais kinderlos geblieben war, brauchte einen legitimen männlichen Erben, der die Dynastie Bonaparte weiterführen konnte. Der 40jährige Napoleon verkündete wenig charmant, er müsse jetzt „einen Bauch heiraten“. Seine Wahl fiel auf die 17-jährige Habsburgerin, denn die Habsburger galten als äußerst fruchtbar. Zugleich sollte die Heirat ein politisches Bündnis zwischen den Großmächten Österreich und Frankreich begründen.
Leidtragende dieses Geschacher war Marie-Louise, die von Kindesbeinen an in einer heftigen Abneigung gegen Napoleon erzogen worden war. Sie verabscheute den Emporkömmling, der ihren ‚liebsten Papa‘, wie sie ihn nannte, mehrmals militärisch gedemütigt hatte. Marie-Louise besaß sogar eine nach Napoleon benannte Puppe, an der sie ihren Zorn über den Antichrist, Teufel und Menschenfresser, wie sie ihn nannte, abreagierte.
Kaiser Franz hatte nicht den Mut, Napoleon zurückzuweisen. Metternich war es letztlich, der den Widerstand der Prinzessin gegen diese Verbindung brach, was sie ihm nie verzieh. Marie-Louise fügte sich in ihr Schicksal, sie betrachtete es als eine Art persönliches Opfer für das Haus Habsburg. Die Vermählung Napoleons mit Marie-Louise fand im Jahr 1810 statt, ein Jahr später wurde der ersehnte Thronfolger geboren. Nach der Abdankung Napoleons 1814 floh Marie-Louise mit ihremSohn zurück nach Wien, wo sie von der Bevölkerung mit großem Jubel empfangen wurde. Ihren Mann hat sie nie wiedergesehen, bis zu Napoleons Tod 1821 galt sie offiziell als mit ihm verheiratet.Auf dem Wiener Kongress wurden ihr die Herzogtümer Guastalla, Piacenza und Parma zugesprochen, dort lebte sie die meiste Zeit für den Rest ihres Lebens.

Europa kommt nach Wien: Der Kongress tanzt

Nach dem Sturz Napoleons war Metternich als Ideengeber und Organisator die dominierende Person auf dem Wiener Kongress  zur Neuordnung Europas (September 1814 – Juni 1815). Ein großes internationales Treffen dieses Ausmaßes hatte es in der Geschichte Europas noch nie gegeben. Das Grundkonzept stammte von Metternich: Die Repräsentanten aller Großmächte (England, Preußen, Russland, Österreich, Frankreich) sollten sich treffen, um ein durch Kriege und Eroberungsdrang zersplittertes Europa wieder zusammenzufügen. Inszeniert als glanzvolles Friedensfest, sollte der Kongress Beginn einer neuen Ära des ausbalancierten Gleichgewichts der Mächte sein und die alte feudalstaatliche Ordnung so weit wie möglich wiederherstellen.
Hunderttausend Besucher drängten nach Wien, etwa halb so viel wie die damalige Gesamtbevölkerung der Stadt. Darunter mehr als 200 Personen fürstlichen Geblüts, die in die Stadt kamen, zusammen mit Verwandten und Dienerschaft, mit Ministern, Diplomaten, Adjutanten und Sekretären. Unterstützt von einem Festausschuss fungierte das österreichische Kaiserpaar Tag für Tag und Abend für Abend als Gastgeber bei Empfängen, Bällen, Jagden, Galavorstellungen, musikalischen Veranstaltungen und Paraden. In allen Theatern waren Logen für gekrönte Häupter und hohe Staatsmänner reserviert. Außer den Hoffesten gab es jeden Abend Veranstaltungen in Privathäusern. Die Metternichs empfingen immer am Montag.
Ein kritischer Beobachter prägte folgendes berühmt gewordene Bonmot: „Der Kongress tanzt, aber er bewegt sich nicht.“(„Le congrès danse beaucoup, mais il ne marche pas“)
Clemens Metternich bewältigte wie gewohnt glänzend die Doppelaufgabe gesellschaftlicher Repräsentanz und politischer Leitung. Er nutzte den festlichen Rahmen, um Spannungen zwischen den Teilnehmern, die oft nicht derselben Meinung waren, in entspannter Atmosphäre abzubauen.
Der zum Fürst geadelte Metternich erhielt 1816 für seine Verdienste auf dem Wiener Kongress die Domäne Schloss Johannisberg im Rheingau samt Weingütern von Kaisers Franz I. zum Geschenk. Dort hielt er sich im Sommer häufig mehrere Wochen zur Erholung auf. Die bekannte Sektmarke ‚Fürst von Metternich‘ ist nach ihm benannt, die Riesling-Trauben des Sekts wachsen in den Weinbergen der Domäne.Auf dem Flaschenetikett ist das bekannte Metternich-Porträt von Thomas Lawrence abgebildet.

Auszug aus dem Brief Metternichs vom 22. September 1839

„Mon cher Marquis. Si je m’en réconnoissais le droit, je me permetterais qausi d’etre faché contre vous. Vos jeunes gens sont arrivés ici bien, mais sans vous! Nous eussions été bien heureux de vous recevoir dans un lieu dont le séjour offre d’agréables distractions, dont le site est magnifique et dans lequel le Whiggisme n’a pas encore penetré…“